Lets get digital

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Scrum ist eine agile Form des Projekt- und Produktmanagement, wird aber auch im Innovationsmanagement angewandt. Seinen Ursprung hat es in der agilen Softwareentwicklung. Es ist eine Umsetzung von Lean Development für das Projektmanagement. Im Gegensatz zum klassischen Projektmanagement mit Meilensteinplanung geht Scrum davon aus, dass Entwicklungsprobleme vielfach zu komplex sind, um sie in einer abschließenden Planung zu erfassen. Anforderungen werden stattdessen aus Anwendersicht in sogenannten Sprints ermittelt und anschließend unter Einbeziehung von Kunden oder Nutzern bewertet und ggfs. optimiert. Auf diese Weise wird das Produkt und die Planung an sich Schritt für Schritt weiterentwickelt.

Übersetzt „Fühler“ und werden auch als Solche oder als Detektoren bzw. Aufnehmer bezeichnet. Automatisierte Produktion wäre ohne sie undenkbar. Ein Sensor erfasst qualitativ bestimmte physikalische oder chemische Eigenschaften und Veränderungen der Umgebung von technischen Systemen. Dazu zählen: Wärmemenge, Temperatur, Druck, Schallfeldgrößen, Helligkeit, Beschleunigung, pH-Werte, Ionenstärke oder die stoffliche Beschaffenheit seiner Umgebung. Auch die Bilderkennung gehört zur Sensorik. Im Bereich der Automatisierung werden analoge Systeme der Regelungstechnik zunehmend von digitalen Systemen verdrängt. Das Ausgangssignal von digitalen Sensoren ist ebenfalls digital.

Sensorsysteme sind reduzierte Rechenmaschinen bestehend aus: mindestens einem Mikrocontroller, einer Programmierschnittstelle, einer Netzwerkeinheit und der Möglichkeit, Sensoren für Messungen anzubringen. Zusätzlich benötigen sie eine Energiequelle meist mobiler Natur. Mehrere Sensoren können zu Sensornetzen ausgebaut werden.
 
Fahrerlose Transportsysteme arbeiten beispielsweise mit Sensoren, um vor Hindernissen anzuhalten.

Shopfloor steht für Hallenboden bzw. Ort der Wertschöpfung. Unter Shopfloor-Management (SFM) versteht man die Optimierung von Leitungs- und Führungsaufgaben einer Fertigung, also direkt am Ort des Geschehens. Mitarbeiter und Führungskräfte arbeiten eng und vor allem strukturiert zusammen. Dies begründet eine effektive Vorgehensweise, um kontinuierliche Prozessverbesserungen zu erzielen und Kundenforderungen optimal zu erfüllen. Die Effektivität des Unternehmens kann zudem gesteigert werden, wenn die Verknüpfung der Prozesse mit der Strategie und den Zielen des Unternehmens verknüpft wird. Voraussetzungen für ein effektives SFM ist Transparenz und die Visualisierung des IST-SOLL-Abgleichs mittels eines Kennzahlensystems.

Smart Contracts sind Verträge, die in elektronischer Form in ein Computersystem eingetragen werden. Dabei kann das System unterschiedliche zusammenhängende Aktionen (z. B. die Auszahlung des Gehalts) selbstständig ausführen, sofern entsprechende Auslöser (z. B. die Erfüllung der Vertragsbedingungen) vorliegen. Dabei können bestimmte Vertragsbedingungen mit dem eingetragenen Vertrag verknüpft werden. Durch diesen automatisierten Prozess lassen sich Zeit, Kosten und Aufwand sparen sowie menschliche Fehler vorbeugen.

Während Big Data eine mit konventionellen Methoden kaum auswertbare Menge an Daten bezeichnet, versteht man unter Smart Data jene Daten, die nach der Verarbeitung und Aufbereitung von Big Data als Grundlage für Erkenntnisse und für eine informierte Entscheidung dienen. Smart Data entstehen also, wenn aus gewaltigen Datenmengen Nutzen gezogen wurde, die Semantik der Daten verstanden und die Anforderungen an Datenqualität, Datensicherheit und Datenschutz erfüllt wurden. Smart Data sind letztlich jene Daten, die wirtschaftlichen Nutzen generieren.

Der Begriff smarte/intelligente Fabrik stammt aus der Forschung im Bereich der Fertigungstechnik und ist Teil der Hightech-Strategie der deutschen Bundesregierung. In einer solchen Fabrik kommunizieren die einzelnen Werkstücke, Maschinen und Transportfahrzeuge zukünftig selbstständig untereinander und mit dem Personal. Ein Stapler weiß beispielsweise, welches Lastenfahrzeug gerade frei ist und wo das nächste steht. Fahrerlose Lastenfahrzeuge wissen, welche Bauteile benötigt werden und bringen diese selbstständig an den Einsatzort. Maschinen erkennen möglich Fehlfunktionen und fordern autonom Hilfe an. Der Mensch steuert die Anlagen von einem mobilen Gerät und erhält in Echtzeit Informationen z. B. für die Wartung.
Der Begriff smarte Produkte steht für Produkte, die dank digitaler Technologien „wissen“, welche Spezifikationen sie enthalten sollen, selche Produktionsschritte bereits abgeschlossen sind und welche in welcher Reihenfolge noch folgen müssen. In der Logistik wissen intelligente Produkte auch, wann sie fertig bearbeitet sind und wohin sie verschickt werden müssen. Smarte Produkte verringern somit Wartezeiten.
 
Intelligenz erlangen diese Produkte dank verschiedenen digitalen Technologien wie RFID-Tag, Barcode, QR-Code oder Sensoren in Kombination mit Software, die das Produkt auf seinem Weg begleiten.
Das intelligente Stromnetz (Smart Grid) soll mithilfe moderner Kommunikationstechnik die verschiedenen Faktoren des Energiesystems, also die Stromerzeuger und -verbraucher, verbinden. Somit kann der Stromverbrauch abgestimmt werden, indem beispielsweise überflüssige Energie, die in ein Produkt/Gerät einfließt aber nicht benötigt wird, gespeichert wird, bis sie gebraucht wird. Um dies zu ermöglichen, muss die Kommunikation zwischen den einzelnen Stromverbrauchern und -erzeugern gegeben sein. Hierfür wird ein intelligentes Messsystem (Smart Meter) benötigt, das eine sichere Verbindung zwischen den entsprechenden Positionen herstellt. Es registriert zum Beispiel den Stromverbrauch eines Haushaltes und sendet dann diesen verschlüsselt an den Stromerzeuger.
 
Mithilfe des Smart Grid lässt sich eine effiziente sowie umwelt- und verbraucherfreundliche Stromversorgung ermöglichen.
Smart Service (Intelligenter Service) ist die modernste Form digitaler Dienstleistungsangebote. Hierbei werden Dienstleistungen und Produkte kombiniert und in Form von individuellen Produkt- und Serviceangeboten dem Bedarf entsprechend angeboten.

Bei der sozialen Innovation handelt es sich um ein Thema der Soziologie und des Innovationsmanagements. Es beschreibt die Entstehung, Ausführung und Verbreitung von  Produkt-und Geschäftsideen, bei denen die Lösung von gesellschaftlichen Problemen und Herausforderungen im Mittelpunkt steht. An deren Entstehungsprozess sind unterschiedliche soziale Gruppen beteiligt. Der Kerngedanke dabei ist, dass Innovationen nicht nur einen wirtschaftlichen Wandel hervorrufen, sondern auch einen komplexen sozialen Prozess mit sich ziehen.

Spitzentechnologie – auch als Hochtechnologie oder Hightech bekannt – sind Technologie, welche sich auf dem neusten technischen Stand befinden und der höchsten Qualität auf dem derzeitigen Markt entsprechen.  Dazu gehören auch solche Branchen, die mehr als neun Prozent ihres Umsatzes in die interne Forschung und Entwicklung investieren.

Ebenso bekannt unter dem Namen disruptive Innovation, bezeichnet dieser Begriff ebenfalls ein neu erfundenes Produkt/eine neu erfundene Dienstleistung, die es so auf dem Markt noch nicht gibt und diesen somit grundlegend verändert.

Ein Standard ist ein Dokument, das Anforderungen, Spezifikationen, Richtlinien oder Merkmale bietet und bei konsequenter Nutzung sicherstellt, dass Materialien, Produkte, Prozesse und Dienstleistungen für ihren Zweck geeignet sind und genutzt werden (ISO, 2017) Standardisierung ist einer der wichtigsten Eckpfeiler der Digitalisierung, denn Digitalisierung gelingt nur mit Normen und Standards. Um ohne Friktionen zu kommunizieren, brauchen alle Elemente eines Netzwerks eine gemeinsame Sprache, die sich in Standards bei Prozess- und Produktstammdaten äußert. Ohne Standards muss Datenverlust an den Schnittstellen kostenintensiv angepasst werden. Durch die Digitalisierung und Industrie 4.0 steigen die Interaktionspotenziale und damit die Notwendigkeit von möglichst einheitlichen, zugänglichen und interoperablen Standards.

Suchmaschinenwerbung (Search Engine Advertising) und Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization) sind typische Maßnahmen im Rahmen des Online- bzw. Suchmaschinenmarketings dar. Bei der Suchmaschinenwerbung handelt es sich um die Schaltung von Anzeigen, die in der Regel nach Eingabe bestimmter Suchbegriffe durch einen Nutzer innerhalb einer definierten Region angezeigt werden. Sie werden bei den Suchmaschinen auch als „Anzeige“ oder „Werbung“ markiert und erscheinen oberhalb der eigentlichen Suchergebnisse. Die Bezahlung erfolgt in der Regel per “Cost and Click” Modell. Die Suchmaschinenoptimierung zielt hingegen auf der Positionierung von Websites auf möglichst vorderen Plätzen in den unbezahlten Suchergebnissen. Typische Maßnahmen reichen hierbei von der Auswahl relevanter und häufig gesuchter Begriffe über die Optimierung der Texte an sich und technischer Faktoren bis zur Generierung möglichst vieler externer Links auf die eigene Website.