Lets get digital

D

Data Mining bezeichnet die systematische Anwendung statistischer Methoden auf große Datenbestände (insbesondere Big Data). Ziel dabei ist es neue Informationen aus verfügbaren Daten, z.B. Trends oder bislang unbeachtete Korrelationen oder Muster, zu erhalten. Die Ableitung der Customer Journey aus Logdateien oder die Extraktion interessanter Daten (z.B. Produktinformationen) aus zahlreichen Webseiten sind geläufige Beispiele für Data Mining. In bereits vorhandenen aber nicht bzw. nur unzureichend strukturierten Daten finden sich häufig nützliche Informationen, die mittels Data Mining gewinnbringend verwertet werden können.

Ein Kreativprozess zur Ideenfindung, welcher sich am Nutzer orientiert und das Ziel hat, dessen Bedürfnisse zu befriedigen, wird als Design Thinking bezeichnet. Ziel eines solchen Prozesses ist es, Innovationen zu fördern. Vier Komponenten bestimmen dabei die Vorgehensweise, um Probleme zu lösen:

  • Der klar strukturierte Prozess, vollzogen in iterativen Schleifen. Er besteht aus sechs Schritten: Verstehen, Beobachten, Point-of-View, Ideenfindung, Prototyping und Verfeinern.
  • Eigene Werte werden in der Ideenfindungsphase klar definiert. Das kann beispielsweise heißen: verrückte Ideen fördern, Kritik hintenanstellen, beim Thema bleiben o.ä.
  • Interdisziplinäre Teams sorgen für eine möglichst vielfältige Herangehensweise an die Problemstellung.
  • Die Räumlichkeiten sind fest vorgegeben (arbeiten am White-Board, im Stehen, im Stuhlkreis etc.)

Ein Geschäftsmodell ist ein selbst erstelltes Regelwerk, das die Geschäftsprozesse möglichst gewinnbringend ordnet. Es basiert auf folgenden Elementen: Kundensegment, Vertriebskanäle, Ressourcen oder Art der Umsatzgenerierung und Transaktionen (Verkauf, Vermietung, Abonnement). Digitale Geschäftsmodelle basieren auf denselben Elementen, sie können bestehende Modelle aber deutlich verändern oder sogar vollständig in Frage stellen. Als Beispiel dienen die pay-per-use Modelle, bei denen eine Nutzungsgebühr pro Betriebsdauer berechnet wird und kein Kaufpreis. Mitfahr-Apps oder Airbnb zeigen beispielsweise wie digitale Plattformen bestehende Geschäftsmodelle bedrohen können. Beratungstätigkeiten können ebenfalls künftig über Software abgebildet werden, was den „Verkauf des Wissensvorsprungs“ zu einem „Abo für Zugang zu Wissen“ verschiebt.

Ein digitaler Zwilling ist ein virtuelles Abbild eines realen Objekts. Eine Produktionsanlage kann verschiedene Zustands- und Prozessdaten zur Verfügung stellen, um Abläufe in der virtuellen Welt nachzustellen. Algorithmen können eine Simulation des Verhaltens einer Anlage ermöglichen. Digitale Zwillinge finden Ihre Anwendung beispielsweise bei der virtuellen Inbetriebnahme komplexer Anlagen. Sie minimieren Ausfallzeiten oder erforderliche Änderungen. Auch bei der Fehlerbehebung kann der Digitale Zwilling helfen. Die Produktion kann quasi „zurückgespult“ werden, um die Ursache nachzuvollziehen und den Fehler zu beheben.

Die “Digitale Strategie 2025” zeigt sowohl vergangene als auch zukünftige Pläne des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zur Digitalisierung der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft. Hier wird aufgezeigt wie in den letzten Jahren das Fundament gelegt wurde und wie nun mithilfe neuer Pläne darauf aufgebaut werden soll, um eine flächendeckende Digitalisierung Deutschlands ermöglichen und durchführen zu können. Ein Schwerpunkt wird dabei auf gemeinsames und vernetztes Handeln gelegt unter dem Motto “Die Zeit für Einzelkämpfer ist vorbei”.

Die “Digital Hub Initiative” ist eine Idee vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Sie möchte Innovationspartner im Bereich der Wissenschaft und Gründung mit deutschen mittelständischen Unternehmen vernetzen um somit zusammen an Digitalisierungsstrategien zu arbeiten. Das Ganze geschieht an 12 verschiedenen Standorten in Deutschland, wobei sich jeder der Orte mit einem anderen Kompetenzthema beschäftigt.

Der Begriff Digitalisierung bezeichnet den Prozess des Digitalen Wandels und somit der wichtigste und aktuellste Entwicklung unserer Gesellschaft und Wirtschaft. Seit den frühen 2000er Jahren entwickelten sich zahlreiche Technologien, die vorher nur von Experten bedient werden konnten, immer weiter und haben schließlich auch ihre Anwendung in unserem alltäglichen Privat- und Arbeitsleben gefunden. Digitalisierung ist technologiebetrieben und beschreibt deren ständige Weiterentwicklung und Verbreitung. Dabei werden ursprünglich analoge Werten, Informationen und Handlungs- oder Entscheidungsregeln in eine digitale Form umgewandelt und gespeichert.

Hierrunter versteht man die Entwicklung oder Erfindung eines neuen Produktes oder einer neuen Dienstleistung, die es so auf dem Markt noch nicht gibt und diesen somit grundlegend verändert. Das Produkt profitiert von neu gewonnen Kunden und der niedrigen Konkurrenzzahl.